Ein Bericht von Ilka Sund
Es war bereits die zweite Reise nach Stuttgart in Sachen Chirophonetik in diesem Jahr, als ich im Oktober zu Alfred Baurs Geburtstagsfeier – er wäre am 31. August 2025 hundert Jahre alt geworden – aufbrach. Ein gutes halbes Jahr vorher, genau gesagt am letzten Märzwochenende, hatte ich an der Gedenkveranstaltung „Vielfalt leben“ zu Ehren Rudolf Steiners, dessen Todestag sich am 30. März 2025 zum 100sten Mal jährte, auf dem Stuttgarter Schlossplatz teilgenommen. Dort hatten meine Kollegin Claudia Lamprecht und ich 35 Menschen im Gesundheitszelt mit Chirophonetik probebehandelt.
Auf dem umtriebigen Fest am Stuttgarter Schlossplatz war mir zum ersten Mal deutlich geworden, wie dicht Rudolf Steiners Tod und Alfred Baurs Geburt beieinander liegen: gerade einmal fünf Monate!
Chirophonetik Baur Veranstaltung Plakat.pdf (90 KB)
Am 25. Oktober wurde die Chirophonetik-Tagung im Stuttgarter Rudolf-Steiner-Haus durch meine Vorstandskolleginnen der Freien Initiative für Chirophonetik – Angelika Ochs und Maike Melziarek – und mich feierlich eröffnet:
„Alfred Baur scheint 1925 eine geistige Fackel von Rudolf Steiner entgegen genommen zu haben, denn er hat auf der Grundlage der anthroposophischen Menschenkunde eine neue Therapieform entwickelt. Als Kind hatte er bereits einen starken Bezug zur Sprache und ihren Lauten, hat im Laufe seines Lebens ihre Wirkungskraft erforscht und die Chirophonetik mit Hilfe der Gesetze der goetheschen Metamorphosen-Lehre und der anthroposophischen Menschenkunde in Zusammenarbeit mit verschiedenen Ärzten entwickelt und therapeutisch erfolgreich angewandt. Seine Lehre hat er über die österreichischen Grenzen hinweg unterrichtet und heute können Menschen in vielen Ländern der Welt durch ihre Hände mit der Chirophonetik therapieren.
Unsere Dankbarkeit ströme an diesen beiden Tagen, an denen wir gemeinsam feiern, in die geistige Welt diesen drei Persönlichkeiten – Johann Wolfgang von Goethe, Rudolf Steiner und Alfred Baur – entgegen, ohne die wir heute hier zu diesem Anlass nicht zusammengekommen wären.“
Chirophonetik-Therapeuten aus Deutschland, Italien, Österreich und Norwegen und Gäste saßen im Publikum.
Im Anschluss begrüßte Ulrike von Armansperg, Alfred Baurs langjährige und treue Mitarbeiterin, Herrn Steffen Hartmann, der eine eigens für Alfred Baur geschriebene Komposition auf dem Flügel spielte und sein neues Buch „Alfred Baur – ein Zeuge des lebendigen Wortes“ über die aristotelische Kategorienlehre von Alfred Baur, dessen Schrift zu den Urkonsonanten und eigenen Beiträgen vorstellte.
Video:
Nach einer geselligen Kaffeepause mit Bücherverkauf berichtete Ulrike von Armansperg über das Leben von Alfred Baur und die Entwicklung der Chirophonetik.
Dankenswerterweise durften alle Tagungsteilnehmer vor Ort im Speisehaus zu Mittag essen, bevor das Nachmittagsprogramm begann.
Herr Steffen Hartmann präsentierte am Nachmittag seine Erkenntnisse über das Wohltemperierte Klavier von Johann Sebastian Bach, dessen 24 Präludien er vor einem begeisterten Publikum erklingen ließ.
Herzlichen Dank an Herrn Steffen Hartmann für seine Buchpräsentation, seine musikalischen Beiträge und überhaupt seinen Einsatz an diesem Tag, der uns lange in Erinnerung bleiben wird! Dem neuen Buch „Alfred Baur – ein Zeuge des lebendigen Wortes“ wünschen wir viel Erfolg!
Wer nach dem Konzert die Chirophonetik am eigenen Leib erleben wollte, konnte den Tag mit einer Probebehandlung von einer der drei Dozentinnen der deutschen Schule für Chirophonetik ausklingen lassen.
Ein herzliches Dankeschön an Ulrike von Armansperg für ihre Zusammenarbeit mit Herrn Hartmann am neuen Buch als Verwalterin des literarischen Nachlasses von Alfred Baur und für die Organisation der Tagung!
Ein herzliches Dankeschön an Angelika Ochs für die Organisation und Austragung der Tagung bis ins Detail! Wir haben eineinhalb Tage voller schöner Begegnungen und Gespräche erlebt.